Cover Studien

Wo schlägst du ein neues Buch auf: vorne, hinten, mittendrin? Blätterst du in den Seiten und überfliegst dabei den Text? Oder denkst du zuerst über den Titel und die Angaben auf dem Rücken nach? Welche Bedeutung hat das Cover für dich?
Ich selbst beachte fremde Buchdeckel kaum und tu mich schwer mit meinen eigenen. Zuerst dachte ich, die Frontseite diene bloß als Eye-Catcher, damit ein Werk nicht im Büchermeer untergeht, doch dann kam ich zum Schluss, dass die Aufmachung in erster Linie der Literaturgattung entspricht: Liebe, Mord, Magie, Abenteuer, Weltuntergang usw. Das schwierigste Unterfangen dürfte sein, mit der Illustration einen Buchtitel oder einen Stoff auf den Punkt zu bringen.
Ich kenne Autorinnen, die erst mit dem neuen Roman loslegen, wenn sie das fertige Cover haben. Die Auseinandersetzung mit passenden Bildern und Layouts gebe ihnen einen speziellen „Drive“. Bei mir ist es genau umgekehrt, die visuellen Vorstellungen folgen dem Manuskript. Ich wähle Passagen aus, zu denen ich stimmige Fotografien im Netz suche. Die Bilder stellen immer Szenen aus der Geschichte dar.
Genau in der Hälfte des Romans fahren die acht Heranwachsenden zusammen in die Ferien ans Meer. Deshalb habe ich für Seltene Mädchen lauter „Freundinnen am Strand“ ausgesucht und die Wirkung solcher Urlaubsfotos ausprobiert.